„Alles Teil der Übung“
Hate it or love it – ich glaube immer mehr, dass dieser Ausspruch auch für Indien zutreffen könnte. Wer denkt, dass er hier mit dem Einfordern deutscher Tugenden wie Fleiß, Gründlichkeit und Disziplin vorankommt, der wird schon bald empfindlich scheitern. Vielmehr sind hier Geduld und Toleranz gefordert. Wer mich kennt – und das wird auf die meisten Leser dieses Blogs zutreffen – wird wissen, dass es darum bei mir gewöhnlich nicht zum Besten bestellt ist.
Einsicht ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Daher stelle ich mich den Herausforderungen, die das indische Leben so bietet.
Doch die indischen Götter stellen mich seit gestern wieder auf eine besondere Probe: Nach dem mein indischer Mobilfunkvertrag nach nicht einmal vier Wochen den Dienst verweigerte, habe ich mich abends auf den Weg gemacht, dieses Rätsel zu lüften. Die freundliche Dame im Laden erklärte mir in einer Mischung aus Marathi, Hindi und Englisch den Grund: Irgendwie haben es meine Dokumente nicht in die Zentrale geschafft. Das also bedeutete der aufgeregte Anruf auf Marathi am Vorabend...
Nun darf man sich das nicht so vorstellen wie in Deutschland wo der Erwerb eines Mobilfunkvertrages mit einer einfachen Unterschrift besiegelt ist! Vielmehr bedarf es in Indien folgendem Set an Dokumenten:
Nach dem auch der Rest zusammen getragen war, ging es dann heute Abend wieder zurück in den Laden, um den Stapel Papier abzuladen. Dieses mal habe ich mich dann auch spontan angeboten, das dreiseitige Antragsformular eigenhändig auszufüllen. Der Grund dafür ist folgender: letztes mal musste ich nur unterschreiben und der Fall war erledigt. Wahrscheinlich wurde es nie ordentlich ausgefüllt und hat deswegen den Weg in die Zentrale nicht geschafft. Also auf Nummer sicher gehen und selbst machen. Sogar mein Vater kam noch zu Ehren, da das Formular auch für seinen Namen Felder vorsah.
Nach getaner Arbeit meinerseits wurde mir vom Chef des Ladens versichert, dass meine SIM-Karte spätestens „tomorrow 8.30 pm“ wieder freigeschaltet ist. Übersetzt ins deutsche und in deutsche Verhältnisse bedeutet das: ich sollte nicht vor Montag damit rechnen, dass IRGENDWAS geht. Viel wahrscheinlicher ist, dass ich meinen Trip in den Laden am Montag wiederholen muss, um die freundlichen Angestellten daran zu erinnern, dass sie doch meine Dokumente in die Zentrale senden wollten...
Fortsetzung folgt – ganz bestimmt!
I love it!
Einsicht ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Daher stelle ich mich den Herausforderungen, die das indische Leben so bietet.
Doch die indischen Götter stellen mich seit gestern wieder auf eine besondere Probe: Nach dem mein indischer Mobilfunkvertrag nach nicht einmal vier Wochen den Dienst verweigerte, habe ich mich abends auf den Weg gemacht, dieses Rätsel zu lüften. Die freundliche Dame im Laden erklärte mir in einer Mischung aus Marathi, Hindi und Englisch den Grund: Irgendwie haben es meine Dokumente nicht in die Zentrale geschafft. Das also bedeutete der aufgeregte Anruf auf Marathi am Vorabend...
Nun darf man sich das nicht so vorstellen wie in Deutschland wo der Erwerb eines Mobilfunkvertrages mit einer einfachen Unterschrift besiegelt ist! Vielmehr bedarf es in Indien folgendem Set an Dokumenten:
- Ein Lichtbild des Antragstellers,
- Kopie vom Reisepass,
- Kopie vom Personalausweis (da nur dort die Heimatadresse vermerkt ist),
- Kopie des Visums,
- Mangels Meldebestätigung ein Bestätigungsschreiben des Arbeitgebers, dass der Aufenthalt > 6 Monate ist. => Wichtig: Nur eine Unterschrift reicht nicht aus – der Fetzen muss auch noch gestempelt sein. Diese Erkenntnis hat mich schon einmal in Woche 1 eine extra Runde gekostet...
Nach dem auch der Rest zusammen getragen war, ging es dann heute Abend wieder zurück in den Laden, um den Stapel Papier abzuladen. Dieses mal habe ich mich dann auch spontan angeboten, das dreiseitige Antragsformular eigenhändig auszufüllen. Der Grund dafür ist folgender: letztes mal musste ich nur unterschreiben und der Fall war erledigt. Wahrscheinlich wurde es nie ordentlich ausgefüllt und hat deswegen den Weg in die Zentrale nicht geschafft. Also auf Nummer sicher gehen und selbst machen. Sogar mein Vater kam noch zu Ehren, da das Formular auch für seinen Namen Felder vorsah.
Nach getaner Arbeit meinerseits wurde mir vom Chef des Ladens versichert, dass meine SIM-Karte spätestens „tomorrow 8.30 pm“ wieder freigeschaltet ist. Übersetzt ins deutsche und in deutsche Verhältnisse bedeutet das: ich sollte nicht vor Montag damit rechnen, dass IRGENDWAS geht. Viel wahrscheinlicher ist, dass ich meinen Trip in den Laden am Montag wiederholen muss, um die freundlichen Angestellten daran zu erinnern, dass sie doch meine Dokumente in die Zentrale senden wollten...
Fortsetzung folgt – ganz bestimmt!
I love it!

3 Kommentare:
Respekt fuer Deine Geduld.
Den Juck den ich kenne haette noch vor ein paar Wochen den ganzen Laden auseinander genommen.
Ich bin gespannt, ob diese Ausgeglichenheit ein rein indisches Phänomen ist, oder ob ein bisschen davon den Weg zurück nach Deutschland findet!
Ich bin beeindruckt! So viel zum Thema deutsche Bürokratie...
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